Osterhase


"Ich hab ihn gesehen, ich hab ihn gesehen!", rief Tommy aufgeregt, während er versuchte, sich durch das dichte Geäst der Büsche zu kämpfen.
"Warte auf mich!", schrie Amy ihm mit ihrer zierlichen Stimme hinterher. Immer wieder peitschten ihr dünne Zweige in das zarte Gesicht. Die brütende Hitze an diesem Tag, setzte beiden ein wenig zu. Doch Tommy dachte nicht daran, stehen zu bleiben. Wie oft hat man ihm gesagt, dass es den Osterhasen nicht geben würde. Doch der kleine, achtjährige Junge und seine siebenjährige Freundin widersetzten sich all dem Gerede und versuchten die Wahrheit heraus zu finden.
"Beeil dich Amy. Er entkommt uns."
Ohne auf den Weg zu achten, jagten sie einem hoppelnden, zerzausten Fellbüschel nach. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis Tommy abrupt stehen blieb.
"Was ist los?", wollte Amy wissen.
"Ich, ich weiß nicht. Wo sind wir?"
Beide blickten sich wirr um. Sie standen im tiefsten Wald. Vor lauter Angst nahmen sich die beiden bei den Händen."Tommy, ich will nach Hause."
"Erst mich jagen und dann wimmern. Kinder! Alle gleich!"
Im Bruchteil einer Sekunde, stürzte sich eine riesiger Fellbesetzter Körper auf sie und das letzte, was sie sahen, waren enorme Fangzähne, welche nach ihnen schnappten.